Wilhelm Kächele GmbH in Weilheim a.d. Teck

Die Wilhelm Kächele GmbH zählt zu den weltweit führenden Spezialisten für Statoren, Rotoren, Verbundteilen aus Gummi-Metall/Kunststoff sowie Gummiformartikel. Das mittelständische Unternehmen existiert bereits seit 1932 und produziert für zahlreiche Kunden aus unterschiedlichen Branchen – für die Automobilindustrie, für die Bau- und Lebensmittelindustrie sowie der Erdöl- und Erdgasindustrie und den Anlagen- und Maschinenbau. Zuverlässige hohe Qualität zeichnet die Wilhelm Kächele GmbH aus, was Zertifizierungen und Auszeichnungen belegen. 541 Mitarbeiter beschäftigt die Kächele-Gruppe an drei Standorten. Im Stammwerk Weilheim a. d. Teck sind es derzeit 419, am Standort in Spanien 86 und in Warmensteinach im oberfränkischen Landkreis Bayreuth 36. An diesem Standort befindet sich sogar ein Wasserkraftwerk zur Stromversorgung.
Marc Kächele, seit Februar 2022 alleiniger Geschäftsführer der Wilhelm Kächele GmbH, und Produktionsleiter Roland Spalt zeigten sich im Gespräch mit der Landtagsabgeordneten Dr. Natalie Pfau-Weller zufrieden mit der aktuellen Auftragslage. Probleme bereite derzeit die Beschaffungsseite mit Lieferverzögerungen und Materialpreisverteuerungen. Angesprochen auf die Auswirkungen des Ukraine-Krieges und die Szenarien rund um die Gasversorgung, äußerte Geschäftsführer Marc Kächele, man blicke bei einer Gasmangellage sorgenvoll in die Zukunft. Man beschäftige sich bereits seit Monaten mit Alternativszenarien. Roland Spalt gibt zu berücksichtigen, dass bei der Versorgungsicherung auch die mittelständischen Betriebe in den Blick genommen werden müssen und nicht nur Großkonzerne. Pfau-Weller informierte über die vorgesehenen Planungen der Bundes- und Landesregierung.
Die Thematik Energieeinsparung nimmt das Unternehmen sehr ernst. Kurzfristig soll eine abschließende Umstellung sämtlicher Leuchtmittel auf LED stattfinden. Die Installation einer PV-Anlage soll folgen. Die Wilhelm Kächele GmbH rekrutiert ihre Fachkräfte überwiegend aus dem eigenen Mitarbeiterfeld, bildet in kaufmännischen wie technischen Berufen aus und bietet auch die Möglichkeit eines BA-Studiums, sowie Praktika. Der Bau einer neuen Lehrwerkstatt und eines Instandhaltungszentrums ist derzeit in Arbeit. Beim Rundgang durch die Produktion und das Verwaltungsgebäude erhielt die Landtagsabgeordnete Einblicke und Informationen zu den verwendeten Grundmaterialien, Maschinen, Arbeitsabläufen und Endprodukten. Zu diesen gehören u.a. Statoren und Rotoren für Bohrmotoren, Exzenterschneckenpumpen und Gummiverbundteile. Das Unternehmen besitzt einen eigenen Werkzeugbau sowie ein chemisches Labor.
Geschäftsführer Marc Kächele berichtete über die Einführung täglicher „Shopfloor-Regelkommunikationsrunden in den Abteilungen. Dort werden technische Probleme und Abweichungen vom Prozess sowie Lösungen und Verbesserungen zeitnah kommuniziert und abgestimmt. Auch bei der Instandhaltung arbeite man mit dem sogenannten „Lean-Ansatz“, mit dem Ziel, Verschwendung zu vermeiden und alle Aktivitäten, die für die Wertschöpfung notwendig sind, optimal aufeinander abzustimmen.
Mit auf den Weg gaben die beiden Herren Kächele und Spalt der Abgeordneten die Bitte, sich für eine Vereinfachung oder Reduzierung der Bürokratie im Bereich Auflagen und Nachhaltigkeitsberichten einzusetzen.
Bei der Verabschiedung der Landtagsabgeordneten Dr. Pfau-Weller stellte Marc Kächele seine Planungen für eine moderne und attraktive Neugestaltung des Verwaltungsbaus vor. Für Pfau-Weller steht nach diesem Besuch fest – der Generationenwechsel beim Familienunternehmen Kächele ist geglückt!

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